Ausbildungs­konzept der Fach­mittel­schule

An der Fachmittelschule erlebst du einen spannenden Mix aus Theorie und Praxis.

In der Fachmittelschule (FMS) erweiterst du deinen Horizont und sammelst praktische Erfahrungen. Damit bist du optimal auf anspruchsvolle Berufe in Pädagogik und Paramedizin vorbereitet.

Die FMS ist eine dreijährige Vollzeitschule der Sekundarstufe II. Nach der 3. Klasse der Sekundarschule und bestandener Aufnahmeprüfung trittst du in die FMS ein. Der FMS-Ausweis öffnet dir die Türen zu höheren Fachschulen und – nach Erlangung der Fachmaturität – auch zu pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen. Erlangst du nach der FMS die Fachmaturität, kannst du auch an pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen studieren.

Allgemeinbildender Unterricht

Im ersten Ausbildungsjahr vertiefen Schülerinnen und Schüler ihre Allgemeinbildung, indem sie sich die wesentlichen Grundlagen in folgenden Fächern erarbeiten: Sprachen, Mathematik, Natur- und Gesellschaftswissenschaften, Sport, Bildnerisches Gestalten und Musik. Mit Lernmethodik und persönlicher Fachaufsicht fördern wir ihre Stärken und schliessen Lücken. Dazu nutzen wir auch technische Hilfsmittel.

Parallel dazu setzen sich Schülerinnen und Schüler mit ihrer Berufswahl auseinander. In verschiedenen Gefässen tauchen sie in das Thema ein: im Fachunterricht (Psychologie/Pädagogik), in der Klassenstunde, der Sonderwoche zur Klassenfindung und Berufswahl sowie im obligatorischen Orientierungspraktikum. Das Orientierungspraktikum findet in der zweiten Hälfte des ersten Ausbildungsjahres statt. Diese Auseinandersetzung führt dann zur Wahl des Berufsfeldes im zweiten und dritten Jahr. Hier setzen die Schülerinnen und Schüler ihren Schwerpunkt nach Interesse und Begabung.

Berufsfeldbezogener Unterricht

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr wählen die Studierenden ihr Berufsfeld. Zur Auswahl stehen Pädagogik und Gesundheit. Der berufsfeldbezogene Unterricht nimmt 20% der Gesamtunterrichtszeit über alle drei Ausbildungsjahre in Anspruch. Die restlichen 80% des Unterrichts widmen wir uns den allgemeinbildenden Fächern.

Im berufsfeldbezogenen Unterricht stehen die Berufswelt und Berufssituation im Zentrum. Wir helfen den Jugendlichen, sich für eine Berufsrichtung zu entscheiden und sich darauf vorzubereiten. Dabei spielen ihre Neigungen und reflektierte Kriterien eine bedeutende Rolle. Zudem vermitteln wir berufsspezifische Grundkenntnisse und Haltungen.

Wer einen Lehrberuf auf Vorschul- oder Primarstufe anstrebt, wählt das Berufsfeld Pädagogik. Das Berufsfeld Gesundheit bereitet Studierende auf pflegerische und therapeutische Berufe vor. Die FMS eignet sich aber auch für Jugendliche mit folgenden Berufszielen: Sozialwesen (zum Beispiel Sozialpädagogik oder Diplompsychologie), Kunst oder Kommunikation (zum Beispiel Information und Dokumentation, Übersetzungen).

Berufsfeld Pädagogik mit folgenden Fächern:

Psychologie/Pädagogik, Musik II, Bildnerisches Gestalten

Berufsfeld Gesundheit mit den folgenden Fächern:

Psychologie/Pädagogik, Humanbiologie, Physik und Chemie

So geht es nach der FMS weiter

Schülerinnen und Schüler schliessen die FMS mit einem schweizerisch anerkannten Fachmittelschulausweis ab. Dieser berechtigt zum Studium an höheren Fachschulen.
Im Anschluss an die FMS können Absolventinnen und Absolventen im Kanton Graubünden eine Fachmaturität in Pädagogik, Gesundheit oder Soziales erlangen. Sie öffnet den Zugang zu entsprechenden Studiengängen an Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen.

Die Voraussetzungen dafür sind: Zusatzleistungen in Form von vertiefter Allgemeinbildung oder eines Praktikums. Oder die FMS-Absolventinnen und Absolventen steigen in die 5. Gymnasialklasse ein. Nach weiteren zwei Jahren erhalten sie die gymnasiale Matura.

BYOD – Bring your own device

Medien- und ICT-Qualifikationen sind überfachliche Kompetenzen und inzwischen essentieller Bestandteil der Studierfähigkeit. Sie gehören in einer Informationsgesellschaft zu den beruflichen Schlüsselqualifikationen. Mit BYOD fördern Lehrpersonen diese Kompetenzen, leben sie vor und stärken die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler bezüglich ICT. Dabei führt BYOD nicht zur Entmündigung durch Technologie, sondern optimiert und bereichert den Unterricht.

Schülerinnen und Schüler bringen ein eigenes, geeignetes Gerät mit in den Unterricht. Dieses beherrschen sie grundlegend. Bei Bedarf leistet die EMS Schiers einen finanziellen Beitrag. Nutzen Sie dafür das Stipendienformular.

Praktikum – bereichert die Ausbildung

Das Praktikum ist ein wichtiges Puzzleteil der Ausbildung an der FMS. Es liefert einen wertvollen Einblick in die Arbeits- und Lebenswelt. Hier wachsen Selbst- und Sozialkompetenz, Eigenverantwortung und Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler. Die Studierenden lernen Arbeitsformen ausserhalb der Schule kennen. Sie beschäftigen sich mit neuen Problemen, einem anderen sozialen Umfeld und praktischer Arbeit. Oftmals hilft ein Praktikum den Jugendlichen sich bewusst für einen Beruf zu entscheiden. Das Praktikum bereichert in jedem Fall die schulische Ausbildung.

Das Praktikum findet im zweiten Semester des ersten Ausbildungsjahres statt. Es dauert zwei bis vier Wochen. Eine Lehrperson der EMS Schiers begleitet die Schülerinnen und Schüler währenddessen.

Selbständige Arbeit

Die Selbständige Arbeit ist in vielerlei Hinsicht lehrreich für Schülerinnen und Schüler: Sie fördert die Persönlichkeitsentwicklung, stärkt die Selbstständigkeit und beweist die Flexibilität in Arbeitshaltung und Arbeitstechnik.

Während der Selbständigen Arbeit analysieren und vertiefen Schülerinnen und Schüler ein bestimmtes Thema. Sie bearbeiten ein Problem selbstständig und präsentieren das Ergebnis ihrem Coach und der beisitzenden Person. Die Absolventinnen und Absolventen schliessen die Selbständige Arbeit vor der Abschlussprüfung ab. Eine Lehrperson der FMS betreut und bewertet die Arbeit. Thema und Bewertung sind im FMS-Ausweis enthalten.

Sonderwochen - Praxis im Unterricht

Jährlich finden an der FMS drei Sonderwochen statt. In den Sonderwochen erweitern Schülerinnen und Schüler ihre fachlichen Kompetenzen und stärken ihre Selbst- und Sozialkompetenz.

Mehr zu den Themen erfahrt ihr auch hier.

Sprachzertifikate - Fit in Sprachen

In den Fremdsprachen bereiten sich Schülerinnen und Schüler auf international anerkannte Sprachzertifikate vor: PLIDA (italienisch) und FCE/CAE/CPE (Englisch).

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