Vier 4.-Klässler:innen des Schwerpunktfachs Physik/Angewandte Mathematik Oskar Gross, Felix Hansemann, Laurin Locher und Lorine Schouwey haben erfolgreich an der diesjährigen Astro‑Pi Mission Space Lab Challenge der Europäischen Weltraumorganisation ESA teilgenommen.
Die Challenge ermuntert Jugendlichen bis 19 Jahren, ein eigenes wissenschaftliches Experiment zu programmieren, das auf der Internationalen Raumstation ISS ausgeführt wird. An Bord der ISS befinden sich zwei speziell ausgerüstete Raspberry‑Pi‑Computer, die mit Sensoren und einer Kamera Daten sammeln können. Die Aufgabe der Mission Space Lab besteht darin, mithilfe dieser Sensordaten die Geschwindigkeit der ISS möglichst präzise zu berechnen. Dazu schrieben die Teams ein eigenes Python‑Programm, testeten es mit dem Online‑Replay‑Tool und reichten es zur Prüfung ein.
Unter der fachkundigen Leitung von Laurin Locher entwickelte das EMS‑Team ein Programm, das von der ESA‑Fachjury geprüft und mit dem begehrten Flight Status ausgezeichnet wurde. Das bedeutet: Ihr Programm wird im April/Mai für rund zehn Minuten auf der ISS ausgeführt. Im Juni erhält das Team die im Erdorbit gesammelten Daten zur eigenen Auswertung.
Dieses Jahr feiert die Astro‑Pi Challenge ihr 10‑jähriges Jubiläum. Insgesamt nahmen 404 Teams an der Mission Space Lab teil, 387 davon erhielten Flight Status.
Oskar, Felix, Laurin und Lorine haben das Projekt selbstständig umgesetzt – von der Idee bis zur Programmierung. Wir gratulieren ihnen herzlich zu diesem Erfolg und freuen uns auf die Auswertung der ISS‑Daten im Juni.
Foto: Van Schaer
Text: Michael Brand